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Quelle: BT

Die Corona-Pandemie stellt die Fußballvereine vor ziemlich große Herausforderungen. Natürlich sportlich: Der Ball ruht weiterhinund wird auch noch Wochen, eher Monate nicht rollen – wenn überhaupt noch mal in der Saison. Aber auch finanziell: Einnahmenvon Heimspielen bleiben aus, Turniere, um die Kasse aufzubessern, fielen im Sommer wie im Winter weg, und manch Sponsor mussum sein eigenes Unternehmen bangen. Zuletzt verkompliziert die Corona-Lage auch die Kaderplanungen für die kommendeRunde. Stichwort Kontaktbeschränkung.Davon kann auch Ralf Balzer ein Lied singen. Der sportliche Leiter des Fußball-Verbandsligisten SV 08 Kuppenheim tüftelt zusammen mitseinen Mitstreitern derzeit eifrig am Wörtelkader für die Saison 2021/22. Normalerweise geschieht das in einer lockeren Atmosphäre imClubhaus bei Radler und Weizen oder in den heimischen vier Wänden. Natürlich in großer Runde: Balzer, der zweite Vorsitzende Klaus Strickfaden, Trainer Lucca Strolz und eben der eine oder andere Spieler. Durch Corona momentan nicht möglich. Das Zauberwort lautetdaher: Videokonferenz.„Wir haben den Großteil unserer Gespräche mit den Spielern und potenziellen Neuzugängen per Zoom-Meeting abgehalten“, sagt Balzer.„Natürlich ist das am Anfang gewöhnungsbedürftig, wenn alle sich vom Tablet aus zu Wort melden. Das hat aber wunderbar geklappt. Insolchen Zeiten muss man aber kreativ sein und neue Wege gehen.“Dass die virtuellen Verhandlungen offenbar fruchteten, zeigt ein Blick auf das Spielerpersonal für die nächste Runde. „Nahezu der gesamteaktuelle Kader bleibt uns erhalten. Darüber freuen wir uns natürlich, dass wir unseren Weg mit vielen eigenen Spielern und Talentenfortsetzen können“, erklärt der sportliche Leiter.Das Tor im Wörtelstadion wird damit auch weiterhin Maximilian Bachmaier hüten, in der Abwehrkette verteidigen wie gewohnt dieEigengewächse Yannis Otto sowie Benjamin Radke und die Flügelzange Steven Herbote/Simon Götz soll auch ab Spätsommer wieder fürreichlich Tempo, Dribblings und Torgefahr sorgen. Apropos Torgefahr: Natürlich wird auch der „ewige“ Lucas Grünbacher als Sturmspitzeweiter seine Kickstiefel für die Schwarz-Blauen schnüren und zugleich wichtiger Ansprechpartner für die jungen Talente sein – wie auchMittelfeld-Taktgeber An- dreas Weisgerber und Routinier Faruk „Mister Verbandsliga“ Karadogan, der auf dem Platz das Amt des spielendenCo-Trainers bekleidet. Auch die Abwehrrecken Pascal Buttermilch und Marco Oremek, Dauerläufer Alwin Tran und Offensivwaffe MarekBalzer bleiben dem SV 08 treu, dagegen legt Eigengewächs Fabio Borutta (Auslandssemester) eine Pause ein. Bereits zur Winterpause habenConstantin Koch und Bastian Barnick das Wörtel verlassen, das Duo zieht es zurück zum SV Oberachern.Alwin Tran lockt seinen BruderNatürlich liefen die Tablets und Telefondrähte auch in Sachen Neuzugänge heiß – mit Erfolg: So konntenBalzer und Co. mit Brooklyn Kwasniok einen Hauch Profigeschäft ins Wörtel locken. Der Sohn vonSaarbrückens Trainer Lukas Kwasniok wechselt im Sommer von der U17 des Karlsruher SC in dieKnöpflestadt und soll dann – 18-jährig – in der 08-Verteidigung sein Können unter Beweis stellen. TrainerLucca Strolz kennt den Kwasniok-Zögling noch aus Zeiten, als er im KSC-Nachwuchsleistungszentrum alsTrainer tätig war. „Brooklyn hat beim KSC eine exzellente Ausbildung erfahren. Jetzt soll er bei uns dennächsten Schritt machen“, sagt Balzer.Ab Sommer haben die Schwarz-Blauen auch ein Brüderpaar aufzubieten: Neben Alwin Tran, dessen Heimatverein eigentlich der FV LörrachBrombach ist, der aber in Karlsruhe studiert, wird auch Alex Tran das Kuppenheimer Trikot überstreifen. Wie sein Bruder Alwin nimmt auchAlex Tran ab Sommer ein Studium in der Fächerstadt auf. Da lag es nahe, dass auch er sich dem Verbandsligisten anschließt. Zudem heuertTorwart Louis Manz (1. SV Mörsch) an. „Auch Alex ist für die Defensive vorgesehen. Damit fangen wir den Verlust von Fabio Borutta auf“,sagt Balzer, der aber nicht nur mit Spielerverpflichtungen beschäftigt, sondern auch auf der Suche nach einem neuen Trainer für die U23war. Fündig wurde der sportliche Leiter im eigenen Nachwuchsbereich: Markus Daubner, aktuell noch Coach der U19, übernimmt dieBezirksligamannschaft von Andy Brandenburg, der zum FV Ötigheim wechselt. „Markus ist ein ausgewiesener Fußballexperte, leistetfantastische Arbeit mit der U19. Da war es die logische Konsequenz, ihn zu verpflichten“, sagt Balzer, der darauf verweist, dass dadurch dieVerzahnung zur Verbandsligamannschaft, aber auch zur A-Jugend noch enger wird. „Für den Jugendbereich ist es natürlich ein schwererVerlust. Für den gesamten Verein ist es aber eine gute Lösung, mit der wir leben können“, erklärt 08-Jugendleiter Jochen Mörmann.Konsequent auf den eigenen Nachwuchs setzen, so lautet die Kuppenheimer Devise. Sie gilt nicht nur für die spielende Zunft, sondern auch